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Dr. med. Katrin Tetzel
Frauenärztin
MBA

 

Endermologie

Die Endermologie (griech.: auf der Haut) ist ein Verfahren, welches in den 80er Jahren des letzten Jahrhunderts vom französischen Ingenieur Louis Paul Goilter zur nicht invasiven Behandlung von Brandnarben entwickelt wurde. Das Verfahren ist wichtiger Bestandteil der ästhetischen Medizin.

Es handelt sich hierbei um eine Unterdruckmassage, deren Intensität nur durch Einsatz spezieller mechanischer Geräte gewährleistet ist. Der Anreiz für seine Forschung war ein selbst erlittener Autounfall, den Goilter mit schwersten Verbrennungen, Schnittwunden und Lymphödemen überlebte. Obwohl bei ihm diverse Therapien wie Lymphdrainagen und Massagen durchgeführt wurden, verbesserte sich seine Bewegungsfähigkeit nur minimal und auch seine Schmerzen blieben größtenteils unbeeinflusst von der Therapie.

Medizinische und ästhetische Einsatzgebiete der Endermologie:

  • Muskelbeschwerden
  • Muskelkrämpfen
  • Narbenmobilisation (die Behandlung von vernarbtem Gewebe beginnt direkt nach Abschluss der Wundheilung durch Verwendung des Endermologieverfahrens zur Korrektur einer verminderten Bewegungsfähigkeit, die durch Narbenbildung verursacht wurde)
  • Ödemreduktion
  • Schmerzzustände
  • Cellulitereduktion
  • Körperkontuierung (Körperformung)
  • Erhöhung des Hauttonus (Hautstraffung)

Das Verfahren der Endermomogie:

Die Massageform der Endermologie beruht auf dem Unterdruckprinzip, welcher durch spezielle Massagegeräte, in denen selbst ein andauernder Unterdruck herrscht, erzeugt wird. Durch die genannten Massagegeräte kann über einen Behandlungskopf eine Hautfalte mit dem darunter liegenden Bindegewebe und den Unterhautfettablagerungen erfasst werden.

Diese Erfassung des Gewebes wird durch eine Erstellung eines Vakuums zwischen dem Behandlungskopf des Massagegerätes und der Haut ermöglicht. Überdies ist der durch das Vakuum erzeugte Sog variabel regelbar, sodass eine auf den Patienten abgestimmte Behandlung durchführbar ist. Die erzielten Ergebnisse der Behandlung basieren auf der Verwendung eines Behandlungskopfes des Massagegerätes, mit dem eine Dehnung des Bindegewebes und der Unterhautfettablagerungen erreicht wird.

Auf Grund der Dehnung des Gewebes wird der Lymphabfluss gefördert.

Als Resultat wird eine Schädigung des Oberflächenepitheliums effektiv verhindert und gleichzeitig die Kollagenbildung gefördert. Von besonderer medizinischer Bedeutung ist das Verfahren der Endermologie in der Rehabilitation von Brandnarben.

Die Endermologie findet in der ästhetischen Medizin zur Behandlung von Cellulite regen Zuspruch. Zur Reduktion dieser Bindegewebsschwäche werden verschiedene Massagegeräte der Endermologie verwendet.

Bei Fragen zur Behandlung stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.


Literatur:

Ästhetische und plastische Operationen in der Dermatologie; Hoffmann, Altmeyer; W3I Verlag 2007
Brandverletzt; Krause-Wloch; Schulz-Kirchner Verlag 2004
Leitfaden Physiotherapie; Ebelt-Paprotny; Elsevier Verlag 2008
Hautalterung: Grundlagen – Prävention – Therapie; Krutmann, Diepgen; Springer Verlag 2008